Steinathleten
Steinathleten

Begriffslexikon (Quelle: Wikipedia)

Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kletterbegriffe 



0-9

  • A0: Freiklettern mit vereinzeltem Benutzen von Zwischensicherungen als Haltepunkt oder Tritt.
  • Ab: Seilkommando für: Lass mich am Seil hängend zum Boden ab (Synonym: Runter)
  • Abbauen: Im Seil hängendes Entfernen des mitgebrachten Materials aus einer Route.
  • Ablassen: Einen im Seil hängenden Kletterer zum Boden oder zu einem Standplatz herunterlassen.
  • Abgespeckt: Durch Schweiß und mechanische Belastung verursachte glattere Felsoberfläche, die das Greifen und Treten erschwert.
  • Abseilhilfe: Hilfsmittel zum Abseilen – Abseilgerät und Rücksicherung mit Prusik.
  • Abseilpiste: Mit soliden Fixpunkten versehene Strecke zum Abseilen in einer höheren Felswand.
  • Abspecken: Durch Schweiß und mechanische Belastung verursachte glattere Felsoberfläche, die das Greifen und Treten erschwert.
  • Absprunggelände: Das Gelände unter einem Boulder.
  • Absprunghöhe: Bezeichnet die Höhe, aus der beim Bouldern noch gefahrlos ohne Seil auf den Boden gefallen oder abgesprungen werden kann.
  • Abstieg: Die Strecke vom Ende einer Route zum Ausgangspunkt zurück.
  • Achter: Kurzform für:
  • After Work Auch Work-Out: Form des Kletterwettkampfes, bei der der Kletterer eine gewisse Zeit bekommt, um die Wettkampfroute einzuüben.
  • After Work Route: Wettkampfroute in einem After-Work-Wettkampf.
  • Ägypter: Bezeichnung für eine bestimmte klettertechnische Beinposition mit einem nach innen unten gedrehten Knie, die optisch an gehende Ägypter auf historischen Gemälden erinnert (Synonyme: Dropknee, Lolot, Igor).
  • Alpinstil: Sportlich hochwertiger Begehungstil beim Höhenbergsteigen.
  • Anerkannter Kletterstil: Von der Klettergemeinschaft anerkannter Begehungsstil. Heute sind dies on Sight/on-sight/onsight, flash und Rotpunkt.
  • Anseilknoten: Knoten, die besonders zum Anseilen geeignet sind.
  • Anseilschlaufe: Bestandteil des Klettergurtes, der Hüft- und Beinschlaufen verbindet. Schlaufe, an der angeseilt wird.
  • Antreten: Das Platzieren und Belasten des Fußes auf einem Tritt.
  • Aufgestellte Finger, aufgestelltes Halten: Bestimmte Griffhaltefingerstellung mit relativ stark gebeugten Fingern und einer geschlossenen Handstellung, bei der der Daumen durch Druck den Zeigefinger unterstützt.
  • Aufleger: Runder, abschüssiger, meist größerer Griff (Synonym: Sloper).
  • Ausbouldern: Herausfinden der Bewegungsfolgen einer Kletterroute (Synonym zu Auschecken)
  • Auschecken: Herausfinden der Bewegungsfolgen einer Kletterroute (Synonym zu Ausbouldern).
  • Ausgesetztheit: Exponiertheit einer Route, die im Falle eines ungesicherten Sturzes eine große Fallhöhe zur Folge haben könnte
  • Ausklettern: Leichtes Klettern am Schluss eines Klettertrainings mit dem Ziel, die Erholung positiv zu beeinflussen.
  • Ausstieg: Der Übergang vom Fels zu anderem Gelände am Ende einer Kletterroute.
  • A Vue: Französisches Synonym für On Sight.

  • Backstep: Seitlich eingedrehte Körperposition mit einem rückseitig stehenden Fuß und angewinkeltem Bein.
  • Back-up: Beschweren einer leichten sichernden Person durch hinten am Gurt halten durch einen Partner.
  • Ball-Lock: Spezieller Safebinerverschluss des Herstellers Petzl.
  • Band: Ebener, horizontaler Absatz in einer Fels- oder Kunstwand.
  • Base Camp: Englisch für Basislager. Ausgangs- und Übernachtungspunkt für größere einsame Klettertouren.
  • Baseclimb: Kurze Sportkletterroute am Anfang einer hohen Felswand.
  • Basislager: Ausgangs- und Übernachtungspunkt für größere einsame Klettertouren.
  • Beinschlaufe: Schlaufen um die Beine als hauptsächlich energieabsorbierender Bestandteil des Sitzgurtes.
  • Beinschlaufensteg: Teil des Sitzgurtes, der die Beinschlaufen mit der Anseilschlaufe verbindet.
  • Beta: Vorinformationen über eine Kletterroute.
  • Betaflash: Flash-Begehung einer Route mit Vorinformationen.
  • Bicycle: Ein Fuß zieht und der andere drückt an einem Tritt, um Klemmwirkung zu erzielen.
  • Bierhenkel: Wie Henkel. Bezeichnung für einen großen, guten Griff für alle Finger.
  • Bleau Ausstieg: Runder griffloser Ausstieg in Anlehnung an die typischen Ausstiege im Bouldergebiet Fontainebleau (Frankreich).
  • Bleausard: Boulderer aus dem Gebiet Fontainebleau (Frankreich).
  • Bloc
  1. Französisches Synonym für Boulder und Boulderblock.
  2. Seilkommando für: Spann’ das Seil, ich möchte Reinsitzen/Reinfallen (Synonyme: Zu, Dicht, Block, Zieh an).
  • Block: Seilkommando für: Spann das Seil, ich möchte Reinsitzen/Reinfallen (Synonyme: Zu, Dicht, Bloc, Block, Zieh an)
  • Blockierarm: Bezeichnung für den durch das Halten eines Griffes belasteten Arm (Synonym: Haltearm).
  • Blockieren:
  1. Einen Griff während des Weitergreifens mit angewinkeltem Arm halten.
  2. Den Seildurchlauf im Sicherungsgerät stoppen.
  • Blockierhand: Bezeichnung für die durch das Halten eines Griffes belastete Hand (Synonym: Haltehand).
  • Board: Balken oder Brett aus Holz oder Kunststoff mit verschiedenen Griffen für das Training von Sportkletterern (Synonyme: Griffbalken, Kletterbalken, Griffbrett, Trainingsboard, Griffboard).
  • Bodensturz: Absturz bis zum Boden.
  • Bohren: Kurz für Einbohren: Ausstatten einer Kletterroute mit Bohrhaken zur Sicherung.
  • Bolt: Englisches Synonym für Bohrhaken.
  • Boulder: Kletterroute im Bouldern, zum Begehen ohne Sicherungsseil in Absprunghöhe. Im englischen auch Synonym für Boulderblock.
  • Boulderblock: Wenige Meter hoher Felsblock, der sich zum Bouldern eignet.
  1. Seilfreies Klettern in Absprunghöhe.
  2. Wettkampfdisziplin mit Klettern in Absprunghöhe.
  3. Nur wenige Züge hintereinander Klettern (Zum Beispiel beim Ausbouldern von Kletterrouten).
  • Buddha-ing: Rein mentales Einstudieren einer oder mehrerer Kletterstellen.
  • Bühler, Bühlerhaken: Von Oskar Bühler entwickelter, hauptsächlich im Klettergebiet Frankenjura gebrauchter Bohrhaken aus Edelstahl, der einzementiert wird.
  • Bulin, Bulinknoten: Historisch: Anseilknoten, der in seiner einfachen Form aus Sicherheitsgründen nicht mehr angewendet wird (Synonym: Palstek)
  • Bulin 1.5, anderthalbfacher Bulin (engl.: yosemite bowline): Ein Palstek, der durch Zurückstecken des losen Endes die Nachteile des einfachen Bulins vermeidet und so zum Anseilen geeignet ist.

  • Cam: Abkürzung von Camelot, welches der englische Oberbegriff für Klemmgeräte ist und zugleich auch der Name eines speziellen zweiachsigen Klemmgerätes des Unternehmens Black Diamond.
  • Camelot: Englischer Oberbegriff für Klemmgeräte und zugleich auch der Name eines speziellen zweiachsigen Klemmgerätes des Unternehmens Black Diamond
  • Chalkball: Ein dünner, durchlässiger Stoffball, der mit Magnesia gefüllt ist und als weniger Staub entwickelnde und sparsamere Alternative zum offenen Magnesia in den Chalkbag gelegt wird.
  • Chalken: Das Trocknen der Hände mit Magnesia.
  • Cheater Stick: Teleskopartiges Gerät, das dazu dient, ein Expressset mit eingehängtem Seil in einen höher gelegenen, nicht von Hand erreichbaren Bohrhaken einzuhängen (gebräuchlicheres Synonym: Clip Stick).
  • Checker: Jemand, der Routenschwierigkeiten meistert, die ein vorheriges Herausfinden der Bewegungsfolgen (=Auschecken) voraussetzt.
  • Chippen: Das Schlagen oder Bohren von Griffen an natürlichen Felsen.
  • Clipstick: Teleskopartiges Gerät, das dazu dient, ein Expressset mit eingehängtem Seil in einen höher gelegenen, nicht von Hand erreichbaren Bohrhaken einzuhängen (Synonym: Cheater Stick).

  • Dach: Waagrecht oder nahezu waagrecht ausladender Überhang.
  • Dauerklettern: Trainingsform im Klettern, bei der über längere Zeit an einem Kletterergometer oder durch Auf- und Abklettern pausenlos geklettert wird.
  • Deadpoint: Dynamisches Weitergreifen im toten Punkt, bei dem nach einer Ausholbewegung für einen kurzen Moment die Schwerkraft nicht spürbar ist.
  • Doppelseil: Seil, das im Doppelstrang verwendet wird und dabei auch versetzt in die Zwischensicherungen eingehängt werden darf.
  • Double-Dyno, Double: Mit beiden Händen gleichzeitiges, schnelles Weitergreifen beziehungsweise Anspringen eines Griffes.
  • Drahtkabelkeil: Kleiner Klemmkeil mit direkt im Klemmkeilkopf eingearbeiteter Drahtkabelschlinge.
  • Drahtschnapper: Karabinerschnapper aus Draht (Synonym: Wire Gate).
  • Drahtschnapperkarabiner: Karabiner mit einem Schnapper aus Draht und dadurch insgesamt geringerem Gewicht (Synonym: Wire-Gate-Karabiner).
  • Dreierseilschaft: Drei Personen, die zusammen als Seilschaft klettern.
  • Dropknee: Bezeichnung für eine bestimmte klettertechnische Beinposition mit einem nach innen unten gedrehtem Knie, die optisch an gehende Ägypter auf historischen Gemälden erinnert (Synonyme: Igor, Lolot, Ägypter).
  • Duell, Duellklettern: Bezeichnung für eine alternative Wettkampfdisziplin welche On Sight (Schwierigkeitsklettern) und Speed zusammen vereint.
  • Dülfern: Klettern in trittlosen Passagen mit Seitgriffen (oft in Form einer Risskante) mittels Gegendrucktechnik (Synonym: Piazen).
  • Dülfersitz: Historische Abseiltechnik.
  • Dülfertechnik: Technik des Kletterns in trittlosen Passagen an Seitgriffen (oft in Form einer Risskante) mittels Gegendrucktechnik (Synonym: Piaztechnik).
  • Dynamo, Dyno: Klettertechnik, bei der ein Griff durch Anspringen oder durch schnelles Greifen aus einer instabilen Körperposition heraus erreicht wird.

  • Einfachseil: Kletterseil, das zum Sichern im Einzelstrang verwendet werden darf.
  • Einhängen: Das Seil in einen Karabinerhaken einhängen (Synonyme: Clippen, Klippen, Klinken).
  • Einklettern: Subjektiv leichtes Klettern mit dem Ziel, den Körper auf schwerere Routen vorzubereiten.
  • Elastisches Seil: Ein Seil, das sich unter Belastung dehnt. Dies ist eine vorgeschriebene Eigenschaft eines Kletterseils.
  • Erschließer: Person, die eine Wand oder Route das erste Mal mit Haken versieht.
  • Extension: Verlängerung einer bestehenden Kletterroute zu einem zweiten, höherliegendem Umlenker.
  • Extremkletterer: Unkorrekter und unklarer Medienbegriff ohne Entsprechung in der Fachliteratur.

F

  • Fangstoß: Kraft, die beim Sturz auf den Kletterer und die Sicherungskette wirkt.
  • Figure of Four: Kletterposition, bei der der Kletterer ein Bein über einen Arm hängt, um einen fehlenden Tritt zu kompensieren.
  • Fingerloch: Griff, in den nur 1-3 Finger passen.
  • Fingerlock: Einen Finger durch Anwinkeln in einer Spalte spreizen.
  • Fixer Haken: Felshaken, der überdauernd im Fels verankert ist.
  • Fixieren: Einen Griff unter Belastung festhalten.
  • Fixpunkt: Zuverlässiger Befestigungspunkt zur Sicherung beim Klettern oder Bergsteigen.
  • Fixpunktsicherung: Partnersicherung über ein Sicherungsgerät, das direkt an einem Fixpunkt angehängt ist.
  • Flanke: Bezeichnung für den Steilabfall eines Berges.
  • Flash: Begehung einer dem Kletterer noch unbekannten Kletterroute, wobei ihm Informationen über die Route bekannt sind oder während des Kletterns zugerufen werden.
  • Flash Modus: Bestimmter Modus beim Wettkampfklettern: Die Route wird allen Teilnehmern vor dem Wettkampfbeginn vorgeklettert und die Kletterer dürfen vor ihrem Versuch den anderen Zuschauen.
  • Fontainebleau-Skala: Schwierigkeitsskala für die Bewertung von Boulderprobleme die mit Fb für Fontainebleau abgekürzt wird (Beispiel Fb 7b).
  • Foothook: Verwenden der Zehenoberseite auf Zug (=Toehook), oder der Ferse auf Zug oder Druck (= Heelhook) zur Fortbewegung oder zur Erreichung einer stabilen Körperposition.
  • Freeclimbing: Englisches Synonym für Freiklettern. Klettern nur mit Hilfe von Griffen und Tritten, ohne Zuhilfenahme von Seil oder Zwischensicherungen zur Fortbewegung.
  • Frosch, Froschtechnik: Klettertechnik, bei der in frontaler Stellung zum Fels die angewinkelten Knie nach außen gedrückt werden, um den Schwerpunkt möglichst nahe an die Wand zu bringen.

G 

  • Gaston: Bezeichnung für einen Seitgriff, der mit Zugrichtung entgegen dem Körper des Kletterer gehalten wird und von dem aus der Körper aus der Schulter nach oben oder zur Seite hin weggedrückt oder fixiert wird (Synonym Schultergriff).
  • Gastonzug: Weitergreifen mit Hilfe eines Gaston (Synonym Schulterzug).
  • Gebäudeklettern:
  1. Klettern und Bouldern an Gebäuden (Synonym Buildering);
  2. Seilgestütztes Arbeiten an Gebäuden mit aus dem Klettersport abgeleiteter Seiltechnik.
  • Gechippte Route: Route an natürlichem Fels mit künstlichen geschlagenen oder gebohrten Griffen.
  • Geklettert: Eine Route in anerkanntem Stil gemacht.
  • Genussklettern: Auch Plaisirklettern, Klettern ohne Leistungsdruck in gut abgesicherten Kletterrouten unterhalb der eigenen Leistungsgrenze.
  • Gepumte Unterarme, Arme: Bei kontinuierlicher Kraftanstrengung der Finger, durch die Übersäuerung mit Laktat harte, verdickte und weniger leistungsfähige Muskeln im Unterarm.
  • Gepunktet: Umgangssprachlich für Rotpunkt geklettert.
  • Gesims: Spezielle Felsstruktur in Form eines kleinen, fenstersimsähnlichen Absatzes.
  • Grat: Scharfer Gebirgskamm.
  • Gezogen: Umgangssprachlich für Begehung in anerkanntem Stil.
  • Gouttes d’eau: Französischer Begriff für Tropflöcher im Kalk (oft geeignet als Griffe).
  • Grat: Scharfer beidseitig abfallender Gebirgskamm.
  • Gratturm: Höhere Felsnadel, die aus einem Grat herausragt (synonym Gendarm).
  • Greifarm: Bezeichnung für den nicht durch das Halten eines Griffes belasteten Arm, der weitergreifen kann.
  • Greifhand: Bezeichnung für die nicht durch das Halten eines Griffes belastete Hand, die weitergreifen kann.
  • Griff: Alles, was sich zum Festhalten eignet.
  • Griffbalken: Balken oder Brett aus Holz oder Kunststoff mit verschiedenen Griffen für das Training von Sportkletterern (Synonyme: Griffbrett, Kletterbalken, Board, Trainingsboard, Griffboard).
  • Griffboard: Balken oder Brett aus Holz oder Kunststoff mit verschiedenen Griffen für das Training von Sportkletterern (Synonyme: Griffbalken, Kletterbalken, Board, Trainingsboard, Griffbrett).
  • Griffbrett: Balken oder Brett aus Holz oder Kunststoff mit verschiedenen Griffen für das Training von Sportkletterern (Synonyme: Griffbalken, Kletterbalken, Board, Trainingsboard, Griffboard).
  • Griffwechsel: Einen Griff, der von einer Hand gehalten wird, mit der anderen Hand übernehmen.
  • Grip: Englisch für Griff. Bezeichnung für die Griffigkeit der Griffe, beziehungsweise für die Höhe der Reibung der Haut am Fels.
  • Grounder: Absturz auf den Boden oder auf ein Band.

  • Haken: Zwischensicherung mit Korpus (Schaft) und Öse (Synonym: Felshaken).
  • Halbaufgestellte Finger, halbaufgestelltes Halten: Bestimmte Griffhaltefingerstellung mit relativ stark gebeugten Fingern und einer geschlossenen Handstellung, bei der der Daumen nicht mit Druck den Zeigefinger unterstützt.
  • Halbseil: Seil, das im Vorstieg nur doppelstrangig, im Nachstieg aber auch einstrangig eingesetzt werden darf.
  • Halbseiltechnik: Insbesondere im angelsächsischen Raum praktizierte Technik des Vorsteigens, bei der jeweils der Eine oder Andere Halbseilstrang eingehängt wird, damit bei stark versetzt platzierten Fixpunkten weniger Seilreibung entsteht.
  • Haltearm: Bezeichnung für den durch das Halten eines Griffes belasteten Arm (Synonym: Blockierarm).
  • Haltehand: Bezeichnung für die durch das Halten eines Griffes belastete Hand (Synonym: Blockierarm).
  • Hangdogging: Nach einem Sturz das Weiterklettern von der letzten Zwischensicherung zum Ausbouldern (= Einarbeiten) einer Route.
  • Hängekomfort: Qualitätskriterium eines Klettergurts. Gibt an, wie komfortabel längeres Hängen im Gurt ist.
  • Hängende Finger, hängendes Halten: Bestimmte Griffhaltefingerstellung mit relativ gestreckten Fingern und einer offenen Handstellung.
  • Hänger: Umgangssprachlich für das Ausruhen durch Hängen im Seil. Begehungen mit Hänger sind a.-f.-Begehungen.
  • Haul Bag: Materialsack, der bei der Begehung von Bigwalls von Standplatz zu Standplatz nachgezogen wird.
  • Heelhook: Bestimmte Art von Foothook, englisch für Fersenhaken. Einsatz der Ferse auf Druck oder Zug, zur Fortbewegung oder zur Erreichung einer stabilen Körperposition.
  • Henkel: Bezeichnung für einen großen, guten Griff für alle Finger.
  • Highball: Hohes Boulderproblem mit möglichen gefährlichen Stürzen.
  • Highline: In größerer Höhe gespanntes Flachband (Slackline) zum Seiltanzen als Selbstzweck und als Gleichgewichtstraining für das Klettern.
  • HMS: Abkürzung für Halbmastwurf-Sicherungsknoten.
  • HMS Karabiner: Abkürzung für Halbmastwurfsicherungs-Karabiner. Besonderer Schraubkarabiner zum Sichern mit dem Halbmastwurf.
  • Hochlager: Ein Camp, welches als Stützpunkt für Touren an hohen Bergen im Expeditionsstil genutzt wird.
  • Hook:
  1. Kurzform für Foothook.
  2. Gerät, das beim technischen Klettern wie ein Enterhaken an Felsstrukturen eingehängt wird und als Fixpunkt dient (Synonyme: Skyhook, Cliffhanger, Cliff).
  • Hooken:
  1. Das Anwenden von Foothooks.
  2. Die Verwendung von Skyhooks.
  • Hüftband: Bestandteil des Sitzgurtes in Form einer Schlaufe um die Hüfte, der ein Zurückkippen des Oberkörpers verhindern soll.

I

  • Indoorklettern: Klettern in der Kletterhalle oder an Heimwänden zuhause (Gegensatz: Outdoorklettern).
  • Igor: Synonym für Ägypter. Bezeichnung für eine bestimmte klettertechnische Beinposition mit einem nach innen unten gedrehtem Knie, die optisch an gehende Ägypter auf historischen Gemälden erinnert (Synonyme: Dropknee, Lolot).
  • Intensives Interwallklettern: Bestimmte Art von Interwallklettern, bei der subjektiv mittelschwere bis schwere Routen mit einer kurzen unvollständigen Pause dazwischen hintereinander geklettert werden.
  • Interwallklettern: Trainingsform, bei der mehrere Routen oder Boulder mit unvollständigen Pausen dazwischen hintereinander geklettert werden.
  • Iso: Kurzform für Isolation.
  • Isolation: Bei Kletterwettkämpfen: Bezeichnung für einen Raum, von dem aus die Wettkampfroute nicht sichtbar ist und in dem sich Wettkampfkletterer vor der Darbietung ihrer Onsight-Kletterleistung zwingend aufhalten müssen.

  • Jump: Engl. für „Sprung“. Anspringen eines Griffes, wobei der Kletterer kurzzeitig keinen Kontakt mehr zur Wand hat.
  • Jump Contest: Wettkampf mit dem Ziel, einen möglichst weit entfernten Zielgriff anzuspringen.

  • Kamin: breite Felsspalte, in die der Kletterer mit dem gesamten Körper hineinpasst.
  • Kante: steiler Grat.
  • Karabiner: Haken mit Verschluss.
  • Karabinerhaken: Haken mit Verschluss. Die gebräuchliche Kurzform ist ‚Karabiner‘.
  • Karabinerschnapper: Der Teil eines Karabiners, der sich bewegen lässt, um den Karabiner zu öffnen.
  • Keil: Kurz für Klemmkeil.
  • Kernmantelkonstruktion: Aufbau des Seiles mit einem tragenden Innenteil (Kern) und einer hauptsächlich schützenden Außenschicht (Mantel).
  • Kette: Zwei mit einer Kette verbundene Bohrhaken als Umlenker oder Standplatz.
  • Kevlarschlinge: Mit Kevlar verstärkte Reepschnur mit hohen Haltekräften und guter Witterungsbeständigkeit.
  • Klebehaken: Bestimmter Bohrhakentyp, der in ein Bohrloch eingeklebt wird.
  • Klemmblock In einem Riss eingeklemmter großer Stein.
  • Klemmer: Halteform, die insbesondere beim Rissklettern verwendet wird, bei der die Finger, die Hand oder andere Körperteile durch Verklemmung halten.
  • Kletterbalken: Balken oder Brett aus Holz oder Kunststoff mit verschiedenen Griffen für das Training von Sportkletterern (Synonyme: Griffbalken, Griffbrett, Kletterbalken, Board, Trainingsboard, Griffboard).
  • Kletterergometer: Trainingsgerät in Form eines aufgestellten, einige Meter hohen "Förderbandes" mit angebrachten Klettergriffen, das beliebig langes Klettern ermöglicht.
  • Kletterroute: Vorgegebener Kletterweg.
  • Kletterschein: Qualifikationsnachweis für Kletterer.
  • Kletterschuh: Schuh mit profilloser Gummisohle für das Klettern.
  • Kletterseil: Seil zur Sicherung gegen Absturz.
  • Klettersicherung: Methoden zur Absturzverhinderung.
  • Klettersteig: Route durch eine natürliche Felswand, welche mit technischen Installationen (Stahlleitern, Drahtseile, Eisenbügel etc.) zur Sicherung und Fortbewegung versehen ist, die einen Durchstieg auch für sportliche Nichtkletterer ermöglichen.
  • Klettersteigset: Ausrüstung zur Selbstsicherung in Klettersteigen
  • Klettertechnik: In der Praxis bewährte Verfahren zur Lösung von Bewegungsaufgaben im Klettern (synonyme Kurzform: Technik).
  • Kletterwand: Künstliche, mehr oder weniger abstrakte Nachbildung einer Felswand, an der geklettert werden kann.
  • Klinken: Das Seil in einen Karabinerhaken einhängen (Synonyme: Clippen, Klippen, Einhängen).
  • Klippen: Das Seil in einen Karabinerhaken einhängen (Synonyme: Clippen, Einhängen, Klinken).
  • Knieklemmer: Die Verklemmung des Unterschenkels zwischen zwei Kontaktpunkten am Fels durch Herstellen von Druck zwischen Fuß und Knie oder Oberschenkel.
  • Kombination, Kombinationswertung:
  1. Im Wettkampfklettern: Die kombinierte Auswertung der Ergebnisse in Lead, Speed und Bouldern.
  2. Im 8a.nu Ranking: Die kombinierte Auswertung der zehn meistzählenden Routen und der zehn meistzählenden Boulder.
  • Kombinierter Gurt: Die gleichzeitige Verwendung von Sitz- und Brustgurt. Gilt als die derzeit sicherste Klettergurtvariante.
  • Kombiniertes Gelände: Mischgelände aus Fels und Eis oder Schnee.
  • Köpflschlinge: Fixpunkt, bei dem eine Schlinge über/um einen Felszacken gelegt wird (Synonym: Zackenschlinge)
  • Körpersicherung: Partnersicherung über ein Sicherungsgerät, das am eigenen Körper fixiert ist.
  • Körperspannung: Muskelaktivität zur Stabilisierung und Haltung des Körpers in einer bestimmten Kletterposition.
  • Kräftedreieck: Die bewegliche Verbindung von zwei oder mehr Fixpunkten durch eine Schlinge, an der dann Selbst- und Fremdsicherung an einem zentralen Karabiner eingehängt werden. Dies ermöglicht bei Standplätzen eine gleichmäßige Verteilung der Belastung der Fixpunkte (Synonym: Ausgleichsverankerung, Parallelschaltung).
  • Krangeln: Verdrehen des Seils.
  • Kratzer: Sehr kleiner Griff.
  • Kreuzgriff: Unkorrektes Synonym für Kreuzzug. Kletterbewegung, bei der die weitergreifende Hand die Lotlinie der haltenden Hand überquert.
  • Kreuzzug: Kletterbewegung, bei der die weitergreifende Hand die Lotlinie der haltenden Hand überquert.
  • Künstliches Klettern: ungebräuchlicheres Synonym für technisches Klettern. Form des Kletterns, bei der technische Hilfsmittel wie Haken nicht nur zur Sicherung, sondern auch zur Fortbewegung verwendet werden (Synonym: Artif Klettern)
  • Kunstwand: Künstliche, mehr oder weniger abstrakte Nachbildung einer Felswand, an der geklettert werden kann.
  • Kurzes Seil, am kurzen Seil: Sicherungsmethode mit wenig Seil zwischen den Kletterern, welche sich für einfaches Gelände wie Beispielsweise Grate und Gletscher eignet.

  • Laufendes Seil, am laufenden Seil: Riskante Sicherungsmethode für möglichst schnelles Klettern in Mehrseillängenrouten, bei dem beide Kletterer gleichzeitig Klettern und dabei durch eingehängte Zwischensicherungen sowie durch ein, durch angepasstes Tempo einigermaßen straff gehaltenes, Seil gesichert sind.
  • Lead: Wettkampfdisziplin mit On Sight-Klettern (Synonyme: Difficulty, Schwierigkeitsklettern)
  • Legen: Anbringen eines Klemmkeils in einem Riss.
  • Leiste: Bestimmte Felsstruktur, die als Griff oder Tritt verwendet wird. Ein maximal einige Zentimeter tiefer, gerader Felsabsatz, der mehreren Fingern nebeneinander Platz bietet.
  • Lesen: Abkürzung für Routenlesen: Das mentale Erkennen der Bewegungsabläufe einer Route vor dem eigentlichen Versuch des Durchsteigens.
  • Liegestart: Definierter Kletterbeginn aus liegender Position beim Bouldern.
  • Linie: Synonym für Kletterroute.
  • Link Cam: Spezielles Klemmgerät.
  • Lolot: Französisches Synonym für Ägypter. Bezeichnung für eine bestimmte klettertechnische Beinposition mit einem nach innen unten gedrehten Knie, die optisch an gehende Ägypter auf historischen Gemälden erinnert (Synonyme: Dropknee, Igor).
  • Lost Arrow: Felshaken aus legiertem Stahl, der vor allem für Granit geeignet ist.

  • M (1-12) Schwierigkeitsgrade für Mixedklettern (Eis und Fels, momentan von M1 bis M12).
  • Mantle: Durchstützen nach oben an einem Griff.
  • Master, Masterwettkampf: Kletterwettkampf, bei dem ausgewählte Teilnehmer eingeladen werden.
  • Materialschlaufe: Bestandteil des Klettergurtes zum Anhängen von Material.
  • Mixed, Mixedklettern: Klettern von Routen mit Eis- und Felspassagen, welche in der Regel mit Eispickeln und Steigeisen bewältigt werden.
  • Mobile Sicherungsmittel: Geräte, die der Einrichtung von Fixpunkten dienen, wie z.B. Klemmkeile und Bandschlingen.
  • Move (engl. für „Bewegung“): Auch Zug, Bewegung oder Bewegungssequenz, die nötig ist, um beim Klettern den nächsten Griff zu erreichen.

  • Nachchalken: Das Trocknen der Hände mit Magnesia.
  • Nachsteigen, Nachsteiger: Das Klettern gesichert durch einen Sichernden, der sich oberhalb des Kletterers befindet. Das Nachsteigen ist neben dem Vorsteigen ein zwingender Bestandteil im Mehrseillängenroutenklettern.
  • Nähmaschine: Umgangssprachliche Bezeichnung für starkes Muskelzittern während des Kletterns.
  • No-Hands Rest: Freihändige Kletterposition.
  • Normalhaken: Haken, der mit dem Hammer direkt in Felsspalten geschlagen wird (Gegenstück: Bohrhaken).
  • Normsturz: Nach festen Regeln ablaufender Teststurz eines definierten Gewichtes in einer Testanlage, welcher über die Anzahl gehaltener Normstürze ein Qualitätsmerkmal von Kletterseilen ergibt.
  • Nutkey: Gerät zum entfernen von Klemmkeilen.

  • Objektive Gefahren: Gefahren, die unabhängig von der Kompetenz und Erfahrung des Kletterers bestehen (Steinschlag, Wettergefahren etc.)
  • Offener Wettkampf: Wettkampf, der ohne Vorbedingung für alle offen ist (keine notwendige Vorqualifikation).
  • Offwith, Offwithriss: Risse, die zu breit sind, um die Faust zu verklemmen, aber schmaler sind als ein Kamin.
  • Offene Tür: Das klettertechnische Problem des seitlichen aus der Wand Drehens des Kletterers (wie eine Tür, die sich öffnet).
  • On Sight: Rotpunktbegehung einer Kletterroute im ersten Versuch ohne vor oder während der Begehung Informationen über Bewegungen und Griffe in der Route erhalten zu haben.
  • On-sight-Grenze: Der höchste Schwierigkeitsgrad, den ein Kletterer On Sight bewältigt hat.
  • On-sight-Wettkampf: Ungenaues Synonym für Schwierigkeitsklettern, Difficulty bzw. Lead Wettkampf. Wettkampfdisziplin mit On Sight-Klettern.
  • Open (englisch kurz für: „offener Wettkampf“): Wettkampf, der ohne Vorbedingung für alle offen ist (keine notwendige Vorqualifikation).
  • Outdoorklettern: Klettern unter freiem Himmel (Gegensatz: Indoorklettern).

P

  • Partnercheck: Gegenseitige Kontrolle der Kletterpartner, ob alle Sicherheitsmaßnahmen korrekt abgeschlossen sind.
  • Pendelsturz: Sturz von einem Punkt seitlich des Sicherungspunktes, der in eine Pendelbewegung übergeht.
  • Pfeiler: Turmartiger Wandvorbau.
  • Piazen: Klettern in trittlosen Passagen an Seitgriffen (oft in Form einer Risskante) mittels Gegendrucktechnik (Synonym: Dülfern).
  • Piazgriff: Ungefähr vertikaler Griff der seitlich belastet gehalten werden muss (Synonym Seitgriff).
  • Pickel: Kurzform für Eispickel. Pickel zum Bergsteigen und Klettern in Eis, Schnee und Fels.
  • Placement: Geeignete Stelle zum Legen eines Klemmkeiles im Fels
  • Plaisirroute: Gut gesicherte, relativ einfache Route.
  • Plate: Englischer Begriff für Sicherungsplatte.
  • Platte: Relativ unstrukturiertes geneigtes Felsstück.
  • Pof: Synonym für Kolophonium, ein Harz, das eingepackt in einer durchlässigen Tuchkugel beim Bouldern im Sandstein als Ersatz oder Ergänzung für Magnesia verwendet wird.
  • Problem: Synonym für Boulder, eine kurze Route, welche auf Absprunghöhe ohne Kletterseil begangen wird.
  • Projekt: Allgemein: Route ohne Erstbegehung. Persönlich: Route, die man anstrebt, aber noch nicht begehen konnte.
  • Prusik, Prusikknoten: Ein Klemmknoten, der sich unter Belastung zuzieht.
  • Prusiken: Das Aufsteigen an einem Seilstrang mittels Prusikknoten.
  • Psicobloc oder Psychobloc: Synonym für Deep Water Soloing (Free-Solo-Klettern über tiefem Wasser)
  • Punkten: Umgangssprachlich für Rotpunktklettern.

  • Quergang: Kletterroutenabschnitt oder Boulder, bei dem horizontal traversiert wird.

  • Rampe: Mehr oder weniger steil ansteigendes Band.
  • Rappelbolting: Das Anbringen von Bohrhaken mittels Abseilen.
  • Redundanz: Allgemeiner Begriff, mit dem im Bergsport eine doppelte Absicherung zum Beispiel durch zwei Schraubkarabiner bezeichnet wird.
  • Reepschnur: Dünnes Kern-Mantel-Statikseil aus Polyamid.
  • Rehaklettern:: Klettern zur physischen und/oder psychischen Wiederherstellung.
  • Reibungsplatte: Relativ unstrukturiertes geneigtes Felsstück, welches durch die geringe Steilheit ohne Tritte und Griffe durch großflächiges Auftreten gemeistert werden kann.
  • Reibungstechnik: Steigtechnik ohne Tritte durch großflächiges Auftreten, vor allem in Platten.
  • Reihenschaltung: Standplatzbaumethode, bei welcher die Selbst- und Partnersicherung in einen Haken eingehängt werden, der für den Fall eines Ausbruchs mit einem zweiten, oberhalb angebrachten Haken verbunden wird.
  • Ring: Im Sandstein verwendeter Bohrhaken mit ringförmiger Hakenöse.
  • Rinne: Längere schmale vertikale Einbuchtung.
  • Riss: Felsspalte, die schmaler ist als ein Kamin.
  • Rissklettern: Klettern in oder unter Verwendung von Rissen, meist mithilfe spezieller Techniken.
  • Rockcentric: Asymmetrischer sechseckiger Klemmkeil des Herstellers Wild Country.
  • Rockmaster: Traditioneller Master-Wettkampf in Arco (Italien).
  • Roperoller: Spezielles Sicherungsgerät für Hochseilgärten.
  • Rotpunktgrenze: Der persönlich höchste Schwierigkeitsgrad, den ein Kletterer Rotpunkt geklettert hat.
  • Route: Kletterweg, welcher mit einem Kletterseil bewältigt wird (Synonym: Tour).
  • Routenbauer, Routenschrauber: Fachmann zum Bauen von künstlichen Kletterrouten durch Anschrauben von Kunstgriffen in vorhandenen künstlichen Kletterwänden.
  • Routenlesen: Das mentale Durchspielen der Bewegungsabläufe einer Route vor dem eigentlichen Versuch.
  • Routensanierung: Das Ersetzen und Ergänzen von altem Sicherungsmaterial in Kletterouten durch neues Material (Standplatz, Zwischensicherungen).
  • Rückzug: Die Tour abbrechen und auf der begangenen Route zurückkehren.
  • Runner: Englisch für Expressset. Zwei durch eine kurze Bandschlinge verbundene Karabiner, die zum Einhängen des Seils an Zwischensicherungen verwendet werden (Synonyme: Exe, Exxe, Express, Pärchen).
  • Runout: Ungewöhnlich weiter Abstand zwischen zwei Zwischensicherungen.
  • Runter: Seilkommando für: Lass’ mich am Seil hängend zum Boden ab (Synonym: Ab).

  • Schnallenkontrolle: Kontrolle des korrekten Verschlusses aller Schnallen am Klettergurt.
  • Schnappen: Sehr schnelles Weitergreifen.
  • Schnapper: Kurzform von Karabinerschnapper. Der Teil eines Karabiners, der sich, um den Karabiner zu Öffnen, bewegen lässt.
  • Schrauber: Kurzform für Schraubkarabiner. Ein Karabiner, bei dem der Schnapper mit einer Schraubhülse zugeschraubt werden kann.
  • Schultergriff: Bezeichnung für einen Seitgriff, der mit Zugrichtung entgegen dem Körper des Kletterer gehalten wird und von dem aus der Körper aus der Schulter nach oben oder zur Seite hin weggedrückt oder fixiert wird (Synonym: Gaston).
  • Schulterzug: Weitergreifen mit Hilfe eines Schultergriffes (Synonym: Gastonzug).
  • Schweineohr: Optisch an einen Sauschwanz erinnernder Umlenker (Synonym: Sauschwanz).
  • Schwierigkeit: Summe der subjektiv empfundenen Anforderungen, die das Begehen einer Route an den Kletterer stellt.
  • Schwierigkeitsgrad: Zahl und/oder Buchstabe, der die Schwierigkeit einer Route kennzeichnet.
  1. Wettkampfdisziplin mit On Sight-Klettern (Synonyme: Difficulty, Schwierigkeitsklettern).
  2. Klettern mit dem Ziel, möglichst schwere On Sight- oder Rotpunkt-Begehungen zu machen.
  • Seil: Seilkommando für: Gib Seil durch dein Sicherungsgerät.
  • Seilendfixierung: Die Befestigung des freien Seilendes beim Sichern, um einen Absturz durch das Durchlaufen des Seilendes durch das Sicherungsgerät zu verhindern.
  • Seilendknoten, Seilendverknotung: Ein Knoten am freien Seilende beim Sichern, um einen Absturz durch das Durchlaufen des Seilendes durch das Sicherungsgerät zu verhindern.
  • Seilendmarkierung: Zeichen, das kurz vor den Enden des Seiles auf das Seilende hinweist, um einen Absturz durch das Durchlaufen des Seilendes durch das Sicherungsgerät zu verhindern.
  • Seillänge: gekletterte Entfernung zwischen zwei Standplätzen oder zwischen dem Boden und dem Standplatz (beziehungsweise Umlenker oder Kette).
  • Seilkommandos: kurze Zurufe zur Kommunikation zwischen Seilpartnern.
  • Seilmarkierung: Sichtbare Anzeige von bestimmten Stellen, wie beispielsweise der Seilmitte am Kletterseil.
  • Seilmittelmarkierung: Sichtbares Zeichen, das auf die Seilmitte hinweist.
  • Seilpartner: Die Mitglieder einer Seilschaft.
  • Seitgriff: Ungefähr vertikaler Griff, der seitlich belastet gehalten werden muss (Synonym: Piazgriff).
  • Selbstsicherung: Methoden, um sich selbst vor Absturz zu sichern.
  • Sichern: Alle Tätigkeiten, die dem Ziel dienen, den Partner vor einem Absturz zu bewahren.
  • Sicherungskette: Gesamtheit der einzelnen Elemente eines Sicherungssystems.
  • Sicherungsmethode: Die konkrete Art und Weise des Sicherns eines Partners.
  • Sicherungspartner: Bezeichnung für den Mensch, der einen Kletterer sichert.
  • Sicherungspunkt: Gleichbedeutend mit Fixpunkt. Ein zuverlässiger Befestigungspunkt zur Sicherung beim Klettern oder Bergsteigen.
  • Sicherungsring: Synonym für Anseilschlaufe. Bestandteil des Klettergurtes, der Hüft- und Beinschlaufen verbindet. Schlaufe, an der angeseilt wird.
  • Sika: Zweikomponentenkleber für Stein, welcher für das Fixieren von losen Steinen und das umstrittene Neuschaffen von Griffen oder Tritten verwendet wird.
  • Sinter, Sintersäule Längere orgelpfeilerartige vertikale Felsstrukturen.
  • Sitzgurt: Klettergurt, der aus zwei Beinschlaufen und einer Schlaufe um die Hüfte besteht. Standardgurt beim Sportklettern.
  • Slackline: In Bodennähe gespanntes Flachband zum Seiltanzen als Selbstzweck und als Gleichgewichtstraining für das Klettern.
  • Sloper: Runder, abschüssiger, meist größerer Griff (Synonym: Aufleger).
  • Speednormwand: Normierte 10 oder 15 m hohe Kletterwand für Wettkämpfe im Speedklettern. Durch die Normung sind Weltrekorde in dieser Disziplin möglich.
  • Speedrekord: Schnellste Begehung einer Kletterroute.
  • Speedroute: Extra zum Speedklettern gebaute Kunstwandroute.
  • Spielbein: Bezeichnung für das nicht durch Stehen auf einem Tritt belastete Bein, das weitertreten kann (Synonym: Tretbein).
  • Spielfuß: Bezeichnung für den nicht durch Stehen auf einem Tritt belasteten Fuß, der weitertreten kann (Synonym: Tretfuß).
  • Spotten: Am Boden stehendes Aufpassen auf kletternde Boulderer, um im Falle eines Sturzes mit Hilfe der Hände eine Landung auf den Füßen zu ermöglichen und ein gefährliches Umfallen zu verhindern.
  • Spreizen: Das Auseinanderführen der Füße.
  • Spreiztechnik: Technik, bei der die Arme und Beine abwechselnd durch jeweils gleichzeitigen Druck auf beiden Seiten einer Verschneidung den Körper stabilisieren und fortbewegen.
  • Sprung:
  1. Anspringen eines Griffs;
  2. Absichtliches, kontrolliertes Stürzen aus einer Kletterroute, um einem drohenden unkontrollierten Sturz zuvor zu kommen;
  3. Springen von Fels zu Fels, in der Sächsischen Schweiz eine eigene Teildisziplin des Kletterns.
  • Stand:
  1. Kurzform von Standplatz. Sicherungspunkt innerhalb oder oben in einer Route, von dem aus der Vorsteiger oder der Nachsteiger vom dort fixierten Sicherungspartner gesichert wird.
  2. Seilkommando für: Ich bin am Standplatz und habe mich selbstgesichert, du kannst das Sicherungsgerät aushängen.
  • Standbein: Bezeichnung für das durch Stehen auf einem Tritt belastete Bein.
  • Standfuß: Bezeichnung für den durch Stehen auf einem Tritt belasteten Fuß.
  • Standplatz: Sicherungspunkt innerhalb oder oben in einer Route, von dem aus der Vorsteiger oder der Nachsteiger vom dort fixierten Sicherungspartner gesichert wird.
  • Statikseil: Seil, das sich bei Belastung nicht dehnt.
  • Steigeisen: Gezackter Schuhuntersatz aus Metall zur Fortbewegung im Eis.
  • Steigklemme: Gerät, das sich am Seil montiert in eine Richtung leicht verschieben lässt und in die andere Richtung blockiert.
  • Stemmtechnik: Gegendrucktechnik zwischen Beinen (und Armen) und dem Rücken zum Bewältigen von Kaminen.
  • Stiftbohrhaken: Historischer Bohrhaken mit sehr kurzem Schaft und ungenügender Haltekraft.
  • Stopper: Bestimmte Klemmkeile mit Drahtkabel.
  • Sturz: Bezeichnet beim Klettern einen Sturz ins Seil.
  • Sturzenergie: Energie, die bei einem Sturz durch die Sicherungskette absorbiert werden muss.
  • Sturzfaktor: Zahl, welche die „Härte“ eines Sturzes ins Seil quantifiziert (Sturzhöhe dividiert durch die Länge des ausgegebenen Seils = Sturzfaktor).
  • Subjektive Gefahren: Alle Risiken, die aus persönlichen Defiziten und Fehlern entstehen.

  • Tape: Klebeband zum Schutz der Haut oder zur Verletzungsprophylaxe.
  • Technik: In der Praxis bewährte Verfahren zur Lösung von Bewegungsaufgaben im Klettern (Synonym: Klettertechnik).
  • Technisch:
  1. Eine Freikletterroute, die hohe Anforderungen an die Klettertechnik stellt.
  2. Technisches Klettern.
  • Technisches Klettern: Form des Kletterns, bei der technische Hilfsmittel wie Haken nicht nur zur Sicherung, sondern auch zur Fortbewegung verwendet werden (Synonyme: Künstliches Klettern, artif Klettern)
  • Tick Mark: Bezeichnung für mit Magnesia auf den Fels gezeichnete Striche oder Punkte, die auf für den Kletterer nicht sichtbare Griffe und Tritte hinweisen.
  • Toehook: Bestimmte Art von Foothook, englisch für Zehenhaken. Einsetzen der Zehenoberseite auf Zug, um sich daran hoch zu ziehen oder eine stabile Körperposition zu erreichen.
  • Top: Das offizielle Ende einer Route, welches normalerweise mit dem Einhängen der Umlenkung erreicht ist.
  • Topen: Umgangssprachlich eine Route in anerkanntem Begehungsstil durchsteigen.
  • Topgriff: Der letzte Griff einer Route beziehungsweise eines Boulders.
  • Topo: Skizze einer Kletterroute oder eines Klettergartens.
  • Toprope-Seile In Kletterhallen fest installierte Seile zum Klettern mit Seilsicherung von oben.
  • Totpunktklettern: Dynamisches Weitergreifen im toten Punkt, bei dem nach einer Ausholbewegung für einen kurzen Moment die Schwerkraft nicht spürbar ist.
  • Tour: Kletterweg, welcher mit einem Kletterseil bewältigt wird. (Synonym: Route).
  • Trainingsboard: Balken oder Brett aus Holz oder Kunststoff mit verschiedenen Griffen für das Training von Sportkletterern (Synonyme: Griffbalken, Kletterbalken, Board, Griffbrett, Griffboard).
  • Traverse (häufig Trav. abgekürzt): Bezeichnung für einen Quergang, z.B. beim Bouldern. Dient u.a. bei der Fontainebleau-Skala als Ergänzung der Schwierigkeitsangabe.
  • Tretbein: Bezeichnung für das nicht durch das Stehen auf einem Tritt belastete Bein, das weitertreten kann (Synonym: Spielbein).
  • Tretfuß: Bezeichnung für den durch das Stehen auf einem Tritt belasteten Fuß (Synonym: Standfuß).
  • Tritt: Tretpunkte für den Fuß.
  • Tropflöcher: Nach oben offene Erosionslöcher im Kalkfels (französisch: Gouttes d eaux) die oft als Tritte oder Griffe genutzt werden können.
  • Twistlock Spezielle Verschlusssicherung für Karabinerhaken, bei der sich der Schnapper erst nach einer bestimmten Verdrehung der Verschlusshülse öffnen lässt.

  • Überhang: Fels, der steiler als vertikal ist.
  • Überschlag klettern (auch: Überschlagsklettern): Begehungsmethode bei Mehrseillängenrouten, die Seilpartner einer 2er-Seilschaft steigen jeweils abwechselnd vor.
  • UIAA-Norm: Von der UIAA erarbeitete internationale Normung für Bergsteiger- und Klettermaterial.
  • Umbauen: Das Seil so in den Standplatz oder Umlenker einhängen, dass der Kletterer von dort aus abseilen oder abgelassen werden kann, ohne eigenes Material zurück zu lassen.
  • Umlenker: Besonders sicherer Fixpunkt (oft auch zwei mit einer Kette verbundene Bohrhaken) am Ende einer Klettergartenroute, über den der Kletterer wieder abgelassen wird.
  • Umlenkkarabiner: Im Umlenker fest installierter Karabiner.
  • Untergriff: ungefähr horizontaler Griff, der nur mit Zugrichtung nach oben gehalten werden kann.
  • Urban climbing: Klettern an Gebäuden, wird auch als Buildering bezeichnet.

V 

  • Verhauer: Vom eigentlichen Verlauf einer Kletterroute abweichend gesetzte Haken oder Bohrhaken, die zum falschen Weiterklettern verleiten können.
  • Verlängerung: Weiterführung einer bestehenden Kletterroute zu einem höherliegenden, zweiten Umlenker (Synonym: Extension).
  • Verschlusskarabiner: Karabiner mit einer Sicherung gegen das ungewollte Öffnen des Schnappers.
  • Verschlusssicherung: Sicherung gegen das ungewollte Öffnen des Schnappers von Karabinern
  • Verschneidung: Zwei Felswände, Platten oder Gesteinspakete, die – wie ein offenes Buch – in einer innenliegenden Kante aufeinandertreffen. Verscheidungsklettern ist eine spezielle Klettertechnik (Spreiz–Stütz-Druckverlagerung). Kann sich zur Rissverschneidung öffnen, wenn sich eine Kluft zwischen den Gesteinsschichten bildet – dann sind zusätzlich Risstechniken und Klemmsicherung möglich.
  • Vier-Augen-Prinzip: Prinzip der wechselseitigen Kontrolle der Kletterpartner bei Sicherheitsangelegenheiten, auch: Partnercheck.
  • Vorhängen: Umstrittene Praxis beim Rotpunktklettern, bei der das Seil vom Boden aus in die erste(n) Zwischensicherung(en) eingehängt wird.
  • Vorklettern:
  1. Klettern zu Demonstrationszwecken. Bei Wettkämpfen auf regionaler Ebene wird die Wettkampfroute manchmal vorgeklettert.
  2. Unkorrektes Synonym für Vorstieg.

  • Waben: Bestimmte, als Griff und Tritt genutzte Verwitterungsform in Sandstein mit vielen, von feinen Zwischenstegen getrennten, eng beieinanderliegenden Löchern, die optisch an Bienenwaben erinnern.
  • Wandklettern: Klettern an vollständig oder nahezu senkrecht geneigten Fels- oder Kunstwänden.
  • Wandklettertechnik: Klettertechnik für das Klettern an senkrechten Fels- oder Kunstwänden.
  • Wasserloch: Typisches, oft griffiges, durch Wassererosion geschaffenes Loch im Kalkgestein.
  • Wasserrille: Meist gut griffige vertikale Erosionserscheinung im Kalkgestein.
  • Wettkampfklettern: Klettern im Form des organisierten direkten Leistungsvergleichs nach einem festen Regelwerk.

  • Zahnbürste: Spezielle Produkte oder handelsübliche Zahnbürsten zum Reinigen von Griffen.
  • Zange: Kurzform für Zangengriff.
  • Zangengriff: Griff, der mit Daumen und Fingern eingeklemmt werden muss.
  • Zementierte Haken Mit Hilfe von schnellbindendem Spezialzement verankerte Bohrhaken.
  • Zentralschlaufe Synonym für Anseilschlaufe. Bestandteil des Klettergurtes, der Hüft- und Beinschlaufen verbindet. Schlaufe, an der angeseilt wird.
  • Zieh an: Seilkommando für: Spann’ das Seil, ich möchte Reinsitzen/Reinfallen (Synonyme: Zu, Dicht, Bloc, Block)
  • Zielgriff: Der zu erreichende nächste Griff.
  • Zieltritt: Der zu erreichende nächste Tritt.
  • Zonengriff: Definierter Griff, dessen Erreichen bei Boulderwettkämpfen Punkte gibt.
  • Zu: Seilkommando für: Spann’ das Seil, ich möchte Reinsitzen/Reinfallen (Synonyme: Dicht, Bloc, Block, Zieh an)
  • Zug: Bewegungssequenz, die notwendig ist, um beim Klettern den nächsten Griff zu erreichen.
  • Zulaufen: Umgangssprachlich für das Übersäuern der Finger- und Unterarmmuskulatur.
  • Zuschrauben: Einen Griff mit maximaler Kraft halten.
  • Zustieg: Der Weg bis zum Beginn der Kletterroute.

 

 

Quelle: Wikipedia 

 

Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kletterbegriffe 

 

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